Eine sichtbare Gasleitung im Badezimmer ist heutzutage unüblich und kann ein Hinweis auf eine sehr alte Installation sein. Ob sie gefährlich ist, hängt von ihrem Zustand und ihrer Nutzung ab. In jedem Fall sollte sie von einem Fachmann begutachtet werden.
Analyse: Mögliche Szenarien für Gasleitungen im Bad
- Stillgelegte, alte Leitung: Früher wurden oft Gas-Durchlauferhitzer oder Gasheizkörper im Bad installiert. Bei einer Sanierung wurde das Gerät entfernt, die Leitung aber nur abgeschnitten und nicht rückgebaut.
- Zuleitung zu einem vorhandenen Gerät: In sehr alten Häusern kann noch ein gasbetriebener Boiler oder eine Gastherme im Bad hängen. Das ist heute aus Sicherheitsgründen (Explosionsgefahr in feuchten Räumen) nicht mehr zulässig.
- Durchführung zu einem anderen Raum: Die Leitung könnte lediglich durch das Bad geführt werden, um z.B. eine Küche auf der anderen Seite zu versorgen.
- Gefahrenpotenzial: Eine undichte, aktive Gasleitung in einem feuchten Raum ist besonders riskant. Zudem kann Korrosion durch die Badezimmerluft beschleunigt werden.
Was können Sie prüfen?
Folgen Sie der Leitung: Endet sie an einem zugedrehten Hahn oder einer abgeschnittenen, verschlossenen Stelle? Oder führt sie zu einem Gerät? Ist die Leitung stark verrostet? Notieren Sie Ihre Beobachtungen für den Fachmann.
Die Bewertung und Empfehlung durch den Gasinstallateur
Wir prüfen, ob die Leitung noch unter Druck steht (aktive Leitung) oder sicher abgeklemmt ist. Bei stillgelegten Leitungen empfehlen wir meist den fachgerechten Rückbau, um Missverständnisse und spätere Gefahren auszuschließen. Bei aktiven Leitungen im Bad muss dringend geprüft werden, ob eine Verlegung in einen anderen, trockenen Raum möglich ist, um den aktuellen Sicherheitsstandards zu entsprechen. Für eine sichere Bewertung: 0043 1361 6992.