Ein anhaltender, auch nur leichter Gasgeruch an einer Leitung oder Armatur ist ein ernstzunehmendes Warnsignal. Selbst kleinste Lecks können über Zeit zu einer gefährlichen Konzentration von Gas in geschlossenen Räumen führen. Sie sollten hier nicht abwarten, sondern umgehend für Sicherheit sorgen.
Analyse: Ursachen für Geruch an der Leitung
Der Geruch tritt direkt an der Installation auf:
- Undichte Verschraubung: Die Verbindung zwischen Leitung und Armatur (z.B. am Herd) ist nicht mehr dicht.
- Korrosion: Besonders bei alten Stahlleitungen kann Rost zu kleinen Löchern führen.
- Defekte Dichtung: Eine gealterte oder beschädigte Dichtung an einem Absperrhahn.
- Materialermüdung: Ein Haarriss in einer alten Leitung oder Armatur.
Was können Sie als Laie tun?
Ihre Handlungen müssen der Sicherheit dienen:
- Hauptabsperrung: Wenn Sie sie sicher finden und bedienen können, drehen Sie den Hauptgashahn zu (meist gelbes Rad).
- Lüften: Öffnen Sie alle Fenster in dem betroffenen Raum, um das Gas zu verdünnen.
- Quelle meiden: Betreten Sie den Bereich nicht unnötig und vermeiden Sie Zündquellen.
Was ist verboten?
- Verwenden Sie kein Feuerzeug oder Streichhölzer, um das Leck zu "suchen".
- Besprühen Sie die Leitung nicht mit Seifenlauge, während Gas austritt.
- Reparieren Sie nicht selbst mit Dichtband o.ä.
Wann braucht es den Experten?
So schnell wie möglich. Eine undichte Gasleitung ist immer ein Fall für den Fachmann. Ein konzessionierter Installateur wird die Leckstelle mit professionellen Methoden orten, die defekte Komponente austauschen und eine Druckprüfung der gesamten Anlage durchführen, um deren Dichtheit zu bescheinigen. Diese Sicherheitsprüfung ist in Wien und ganz Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Zögern Sie nicht, einen entsprechenden Notdienst zu rufe