Ein Heizkörper wird ungewöhnlich heiß, fast zu heiß zum Anfassen, während andere in der Wohnung kaum Wärme abgeben. Dies ist ein klassisches Zeichen für ein hydraulisches Ungleichgewicht: Der „heißeste“ Heizkörper bekommt den gesamten oder den Großteil des Heizwasserstroms, die anderen gehen leer aus.
Analyse: Das hydraulische Ventil-Prinzip
- Fehlender oder falsch eingestellter Vorlauftbegrenzer: Jeder Heizkörper sollte ein einstellbares Ventil (oft am Rücklauf) haben, um den Durchfluss zu drosseln. Ist dieses beim heißen Heizkörper voll geöffnet oder defekt, und bei allen anderen zu stark gedrosselt, fließt alles Wasser durch den einen.
- Verstopfung in den Zuleitungen der kalten Heizkörper: Die Rohre zu den anderen Heizkörpern sind teilweise blockiert, sodass das Wasser den Weg des geringsten Widerstands (zum heißen Heizkörper) nimmt.
- Thermostatventil des heißen Heizkörpers klemmt offen: Das Ventil ist mechanisch defekt und steht permanent in „Vollauf“-Position.
- Falsche Pumpeneinstellung: Die Pumpe ist zu schwach eingestellt und schafft es nicht, den nötigen Druck aufzubauen, um alle Heizkörper gleichzeitig zu versorgen.
Ein einfacher Test
Drehen Sie das Thermostat des überhitzten Heizkörpers ganz zu. Werden die anderen Heizkörper nun langsam wärmer? Wenn ja, bestätigt das die hydraulische Schieflage.
Die Lösung: Hydraulischer Abgleich und Ventileinstellung
Der Heizungsfachmann misst die Vorlauftemperatur an jedem Heizkörper und stellt die Rücklaufverschraubungen (oder voreinstellbaren Thermostatventile) fachgerecht ein. Dies ist der Kern eines hydraulischen Abgleichs. Er sorgt dafür, dass jeder Heizkörper exakt die Wassermenge erhält, die er für die gewünschte Raumtemperatur braucht – nicht mehr und nicht weniger. Das spart Energie und schafft gleichmäßige Wärme. Für eine ausgeglichene Wärmeverteilung: 0043 1361 6992