Ein lautes, hämmerndes oder klopfendes Geräusch aus den Wänden, wenn die Heizung an- oder abgeschaltet wird oder während sie läuft, ist nicht nur störend, sondern kann auch auf ernsthafte Probleme im System hinweisen. Diese Geräusche werden oft als „Wasserhammer“ bezeichnet.
Analyse: Ursachen für das Hämmern in den Leitungen
- Ausdehnungsgeräusche: Heiße Rohre dehnen sich aus und reiben an ungesicherten Halterungen oder an Putz/Baustoffen, was ein knarrendes oder klickendes Geräusch verursacht.
- Wasserhammer durch schnelles Schließen von Ventilen: Wird ein Thermostatventil sehr schnell geschlossen (oft durch ein defektes Thermostatkopf), entsteht eine Druckwelle im Wasser, die gegen ein Hindernis prallt und ein lautes „Peng“ verursacht.
- Luft im System: Luftblasen, die mit dem Wasserstrom mitgerissen werden, können an Engstellen oder Biegungen implodieren und ein klopfendes Geräusch erzeugen.
- Zu hohe Pumpendrehzahl: Eine zu stark eingestellte Heizungspumpe erzeugt einen zu hohen Druck und eine zu schnelle Strömungsgeschwindigkeit, was Geräusche und Belastungen verursacht.
Erste Schritte zur Eingrenzung
Können Sie das Geräusch einem bestimmten Heizkörper zuordnen? Tauschen Sie den Thermostatkopf an diesem Heizkörper probeweise aus. Hören Sie das Geräusch auch, wenn Sie alle Thermostate konstant eingestellt lassen? Das würde gegen ein Ventilproblem sprechen.
Die Maßnahmen des Fachmanns gegen die Geräusche
Der Heizungstechniker entlüftet das System vollständig und überprüft die Pumpeneinstellung. Er kann an kritischen Stellen hydraulische Strömungsbegrenzer einbauen oder einen Wasserhammerdämpfer installieren. Sind lose Halterungen die Ursache, versucht er, diese zu fixieren – was bei verputzten Wänden schwierig sein kann. Oft löst ein hydraulischer Abgleich, der die Durchflussmengen optimiert, das Problem nachhaltig. Für eine ruhige Heizung: 0043 1361 6992