Wer bei einer klassischen Löblich Gastherme nach einem digitalen Display sucht, sucht vergebens. Die Traditionsgeräte vertrauen ganz auf analoge Mechanik: das Manometer (oder Hydrometer). Dieses Rundinstrument befindet sich meistens gut sichtbar an der Vorderseite des Gehäuses oder ist hinter der klappbaren Frontblende verborgen und zeigt permanent den aktuellen Druck im Heiznetz an.
Die Anzeige der zwei Zeiger verstehen
Ein typisches Löblich Manometer besitzt oft zwei Zeiger: einen schwarzen (oder blauen) beweglichen Zeiger und einen roten, fixen Zeiger. Der schwarze Zeiger misst den tatsächlichen, aktuellen Wasserdruck in der Anlage. Der rote Zeiger hingegen ist eine statische Einstellhilfe, die der Heizungsinstallateur bei der Erstmontage manuell auf den für das Haus optimalen Mindstdruck eingestellt hat. Der bewegliche Zeiger sollte im kalten Zustand der Heizung niemals unter dem roten Zeiger stehen.
Der korrekte Druckbereich für Löblich Etagenheizungen
Da Löblich Geräte vor allem in klassischen Wiener Altbauwohnungen auf einer Ebene installiert sind, reicht ein Betriebsdruck von 1,2 bis 1,5 bar völlig aus. Steht der bewegliche Zeiger unter 1,0 bar, saugt die Therme über die automatischen Entlüfter Luft an, was zu lauten Fließgeräuschen führt. Steigt der Druck beim Aufheizen der Wohnung hingegen bis an die 3,0 bar Grenze, deutet das auf ein defektes Ausdehnungsgefäß hin.
Regelmäßige Sichtkontrolle schützt vor Schäden
Da alte Löblich Anlagen über keine elektronische Wassermangelsicherung verfügen, schaltet das Gerät bei leerer Anlage nicht automatisch ab. Die Therme würde im schlimmsten Fall trocken weiterheizen, was den Wärmetauscher komplett zerstört. Eine monatliche Sichtkontrolle des analogen Zeigers ist daher für jeden Löblich-Besitzer dringend zu empfehlen.
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